Hightech Zentrum Aargau

In der Natur findet man Nanostrukturen in zahlreichen Varianten und Formen. Nehmen wir die Lotuspflanze: Ihr wasser- und schmutzabweisender Effekt ist bekannt. Dafür verantwortlich ist eine Kombination aus winzigen Noppen an der Blattoberfläche mit nanoskaligen Wachskristallen, die Wassertropfen spurlos abperlen lässt. Ein weiteres Beispiel ist der Gecko. An seinen Füssen finden wir winzige, nur etwa 200 nm dünne Härchen, die mit Nanoplättchen versehen sind. Diese Nanostrukturen ermöglichen dem Tier, mittels Van-der-Waals-Kräften senkrecht eine Glasscheibe hinaufzuklettern.

So ist auch die Nanotechnologie aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Beispiele gibt es viele: Oberflächen können so funktionalisiert werden, dass sie (super-)hydrophobe, hydrophile oder schmutzabweisende Eigenschaften aufweisen. Textilien bekommen dank Silber-Nanopartikeln antibakterielle Eigenschaften, und Bauteile aus Kompositen mit Nanomaterialien sind extrem leicht und äusserst beständig. Sie finden schon breite Verwendung in der Automobilindustrie und im Flugzeugbau. Auch die Computerbranche profitiert. Dank Nanotechnologien sinkt der Stromverbrauch bezogen auf die Rechenleistung stetig, und die Speicherkapazitäten werden immer grösser. Und ohne Nanotechnologien, auch solche aus der Schweiz, funktioniert weltweit kein Smartphone.

Nanotechnologien für die Energie- und Ressourceneffizienz und die Medizin

Die Energiebranche entwickelt, basierend auf Nanotechnologien, leichtere und effizientere Batterien und Solarzellen. Nanoporöse Materialien dienen zur Umwandlung und nachhaltigen Speicherung erneuerbarer Energien. Ein grosses Anwendungsfeld findet sich auch in der Medizin. Sehr viele Sonnencremes erreichen ihren hohen Lichtschutzfaktor allein dank Nanomaterialien. Um Nebenwirkungen zu eliminieren, können wir aber auch Medikamente mittels neuartiger Nano-Container zielgerichtet an die gewünschte Stelle im Körper transportieren. Hüftimplantate halten dank neuer Nanobeschichtungen länger, und neue nano-diagnostische Verfahren helfen mit, Krankheiten frühzeitig zu entdecken.

Veranstaltungen

Chancen und Risiken der Nanotechnologie

Richtig angewandt bieten die Nanotechnologien viele Möglichkeiten

Es liegt in der Natur des Menschen: neuen Technologien begegnet er oft mit Skepsis. Schnell kommen kritische Stimmen auf, die mögliche Risiken und Gefahren wittern. Es ist daher wichtig, dass wir rasch das nötige wissenschaftliche und regulatorische Know-how über den sicheren Umgang mit diesen Stoffen schaffen, und zwar bevor wir neue Stoffe wie synthetische Nanomaterialien einsetzen und verbreiten. Denn: Die Geschichte hat uns gelehrt, dass nicht eine Technologie oder ein Material an sich gefährlich ist, sondern vor allem ihre falsche und unsachgemässe Anwendung. Gleichzeitig müssen wir aber jederzeit sicherstellen können, dass wir Mensch und Umwelt keinen zusätzlichen Gefahren aussetzen.

Chancen und Risiken seriös untersucht

Programme auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene analysieren Chancen und untersuchen Risiken der Nanotechnologien. Die Gesetzgebung für die Anwendung wird stetig angepasst oder neu definiert. Das Schweizerische Bundesamt für Gesundheit (BAG) informiert über Chancen und Risiken der Nanotechnologien auf InfoNano (https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/gesund-leben/umwelt-und-gesundheit/chemikalien/nanotechnologie.html ). Insbesondere hat das BAG einen Vorsorgeraster (https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/gesund-leben/umwelt-und-gesundheit/chemikalien/nanotechnologie/sicherer-umgang-mit-nanomaterialien/vorsorgeraster-nanomaterialien-webanwendung.html)  für synthetische Nanomaterialien erstellt, damit Unternehmen auf strukturierte Weise die Risiken im Bereich Nano abschätzen können. Der Stoffmanager erlaubt eine qualitative Beurteilung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes durch Inhalation bei der Herstellung von Nanomaterialien. Auf EU-Ebene regelt die European Chemicals Agency (ECHA) den Umgang mit Nanomaterialien sowie mit anderen Chemikalien und Werkstoffen umfassend, und zwar im Rahmen von REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals).

Projekte

Nanotechnologien für KMU im Mittelpunkt: nano.swiss

Nanotechnologien für KMU im Mittelpunkt: nano.swiss

Das Hightech Zentrum Aargau ist ein Kompetenzzentrum im Bereich Nanotechnologien und ihrer Anwendungsfelder für KMU. Die richtigen Partner und eine starke Vernetzung mit der Industrie, den Hochschulen, Forschungseinrichtungen und thematischen Netzwerken bilden die Basis, um ein Vorhaben erfolgreich umzusetzen. Auf nano.swiss finden Sie die neue Anlaufstelle für Nano- und Werkstofftechnologien. Das schweizweite Netzwerk von nano.swiss ermöglicht es Ihnen, Partner für Ihre Projekte zu finden und sich kompetente Berater für Ihr Vorhaben zu suchen. Hier können Sie auch nanotechnologische Innovationen und Lösungen finden, um Ihr Produkt oder ihren Produktionsprozess zu verbessern.

Alle Nano-Partner zu finden unter https://nano.swiss/nano-partner.

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