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3D-Druck hilft, Ansteckungen zu reduzieren

Die dezentrale und digitale Natur der additiven Fertigung kann in der derzeitigen Lage helfen, fehlende medizinische Produkte zu produzieren und liefert clevere Lösungen für den Alltag in Zeiten von Corona.

Die dezentrale und digitale Natur der additiven Fertigung kann in der derzeitigen Lage helfen, fehlende medizinische Produkte zu produzieren und liefert clevere Lösungen für den Alltag in Zeiten von Corona.

Zur Zeit entwickeln verschiedene Firmen und Plattformen Ansätze, medizinisches Grundmaterial in der Open Source Community nachzubauen und als gratis-Downloads für Firmen oder Private mit 3D Druckern zur Verfügung zu stellen. Unten sind drei dieser Projekte beschrieben.

Lösung 1:
3D-gedruckter Hands-Free-Türöffner gegen die Ausbreitung des Coronavirus

 

Türgriffe gehören zu den am stärksten von Keimen befallenen Objekten in Häusern, Krankenhäusern, Altenheimen, aber auch Fabriken und Büros. Um der Verbreitung von COVID-19 entgegenzuwirken, hat Materialise einen Hand-Free-Türöffner entworfen und veröffentlicht. Der Brugger 3D-Drucker-Hersteller SINTRATEC hat ihn für das eigene Büro auf dem SINTRATEC S2 3D-gedruckt. Die Designdatei ist zum selber 3D-drucken kostenlos erhältlich, man kann aber auch das fixfertige Kit bestehend aus den beiden Teilen des Türöffners sowie den erforderlichen Befestigungsschrauben bestellen.

https://shop.sintratec.com/products/hands-free-door-opener
https://www.materialise.com/en/hands-free-door-opener

Sehen Sie sich das Video hier an, um den Türöffner in Aktion zu sehen:

 

Lösung 2:
Venturi-Ventil für Beatmungsgeräte

Das initiale Design wurde in einer neuen Revision auf eine komplette Serie von fünf 3D-druckbaren Venturi-Ventilen für Beatmungsgeräte erweitert, um einen möglichs grossen Sauerstoff-Flussbereich abzudecken. Die Designs und Druckdateien sind auf der Plattform GrabCAD frei verfügbar. Sie wurden für die additive Fertigung mit verschiedenen Bauräumen, in kleinen und mittelgrossen Stückzahlen optimiert. Anschlüsse: Sauerstoff: Ø 5.0-5,8 mm Schlauch; Maske: ISO 5356 22M oder Ø 25 mm Schlauch.

Lösung 3:
Open-Source-Projekt erstellt in nur einer Woche einen 3D-gedruckten Prototypen für die Validierung von Beatmungsgeräten

Ein Open-Source-Hardwareprojekt hat einen Prototypen eines Beatmungsgeräts mit 3D-gedruckten Teilen und leicht verfügbarem, kostengünstigem Material entwickelt. Das Beatmungsgerät wurde in nur sieben Tagen nach dem Start des Projekts auf Facebook entworfen und hergestellt unter Mitwirkung von über 300 Ingenieuren, Medizinern und Naturwissenschaftlern.

Der Prototyp wird nun von der irischen Gesundheitsbehörde (HSE), der Gesundheitsaufsichtsbehörde des Landes, einem Validierungsprozess unterzogen.

Link: Artikel auf TechCrunch

 

#3dprinting #additivemanufacturing #selectivelasersintering #coronavirus #flattenthecurve

P.S. Gerade die gut vernetzte Nano- und Werkstoffcommunity ist derzeit stark betroffen von Absagen und Verschiebungen wichtiger Tagungen und Workshops. Im Kalender auf nano.swiss finden Sie stets aktualisierte Informationen zu verschobenen, abgesagten oder neu virtuell durchgeführten Veranstaltungen.

(MMo / HTZ und nano.swiss)