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Schweizer Startups beschäftigen 50 000 Mitarbeitende

Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Schweizer Startups wächst. Sie schaffen Arbeitsplätze und sorgen für hohe ausländische Direktinvestitionen in wertschöpfungsstarken Branchen. Das zeigen Analysen des Online-Newsportals Startupticker.ch und der Universität Lausanne.

Dritte Ausgabe des Swiss Startup Radars erschienen

Schweizer Startups, die in den vergangenen zehn Jahren gegründet wurden, schufen zusammen rund 50 000 Arbeitsplätze. Damit beschäftigt das nationale Startup-Ökosystem ähnlich viele inländische Mitarbeitende wie etwa die Pharmaindustrie mit den zwei Schwergewichten Roche und Novartis. Am meisten Beschäftigte zählen Unternehmen aus dem Bereich Informationstechnik und Softwareentwicklung.

Die Autoren von Startupticker und der Universität Lausanne analysierten mehr als 10 000 Datensätze zu Schweizer Startups. Die Nutzung von länderübergreifenden Datenquellen wie crunchbase oder PitchBook erlaubten einen Blick auf die internationale Verflechtung des Schweizer Ökosystems. So zeigte sich, dass junge Hightech-Unternehmen zu einem bedeutenden Magneten für Direktinvestitionen geworden sind. Jahr für Jahr übernehmen ausländische Firmen Schweizer Startups im Wert von mehreren Hundert Millionen Franken.

Die im internationalen Vergleich hohe Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der einheimischen Startups verdeutlichte auch die Auswertung der europäischen Innovationsförderungspraxis: In keinem Land finanzierte die Europäische Union mehr Startup-Projekte als in der Schweiz – und zwar nicht nur in Relation zur Bevölkerung, sondern in absoluten Zahlen.

Zur volkswirtschaftlichen Bedeutung junger Hightech-Unternehmen tragen schliesslich auch die wachsenden Risikokapitalinvestitionen bei. Der aktuelle Radar macht sichtbar, dass Betriebe, die Business Angels und Venture-Capital-Investoren an Bord haben, auf lange Sicht dreimal mehr Stellen schaffen als Betriebe, die nur aus ihren Erträgen wachsen.

Die Bedeutung der Risikokapital-Aktivitäten sei ein entscheidender Treiber des Innovations-Ökosystems, schreiben die Autoren. Eine vertiefte Analyse zeigt allerdings, dass der Standort Schweiz auf diesem Gebiet auch gewisse Schwächen hat: Der Anteil der Investoren mit mehr als fünf Startup-Engagements ist im Vergleich zu führenden europäischen Ländern wie Israel und Grossbritannien tief. Dazu kommt, dass der Abstand zu den Topnationen bezüglich des investierten Kapitals in den letzten vier Jahren gewachsen ist.

Der Swiss Startup Radar erscheint seit 2018 jährlich und bietet quantitative Analysen zur Schweizer Startup-Szene im internationalen Vergleich. Autoren sind Michael Rockinger, Professor an der HEC Lausanne, Universität Lausanne sowie Stefan Kyora, Chefredaktor des Nachrichtenportals Startupticker.ch. Finanziell ermöglicht wird der Swiss Startup Radar von der Gebert Rüf Stiftung, digitalswitzerland, Innosuisse, Seco, Basel Area Business & Innovation und dem Kanton Zürich.

Download, Swiss Startup Radar 2020/2021

(startupticker.ch / nano.swiss)