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Simpla Grün hilft Fremdstoffe im Grüngut zu reduzieren

Mit dem Forschungsprojekt Simpla Grün wurde mittels Daten zur Fremdstoffbelastung des Grünguts aus 52 Gemeinden, dies entspricht rund 676'000 Einwohnerinnen und Einwohnern, überprüft. Nun liegt der Schlussbericht vor.

Simpla Grün zielt darauf ab, das Problem der Fremdstoffbelastung im Grüngut zu begreifen und an der Quelle anzugehen, anstatt die Fremdstoffe im Nachgang auszusortieren. «Simpla Grün» steht für Simulation des Plastikanteils im Grüngut ein von der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) entwickeltes Prognosesystem für die Vorhersage von Fremdstoffen im Grüngut, das im Auftrag von Biomasse Suisse weiterentwickelt und validiert.

9000 Bilder von Grüngutcontainern
Simpla Grün wurde mittels Daten zur Fremdstoffbelastung des Grünguts aus 52 Gemeinden, dies entspricht rund 676'000 Einwohnerinnen und Einwohnern, überprüft. Dazu wurden 9000 Bilder von Grüngutcontainern erhoben, manuell ausgewertet und in das Prognosemodell eingespeist. Ab Mitte 2026 erfolgt die Umsetzung in der Praxis. Diverse Massnahmen, die während des Projekts zusammengetragen wurden, sollen bezüglich Wirksamkeit in quartierspezifischen Situationen getestet werden.

250 Vorhersagefaktoren
Das Prognosemodell berücksichtigt rund 250 Vorhersagefaktoren. Diese werden aus Siedlungs- und Bevölkerungsstatistiken sowie aus gemeindespezifischen Daten zum Abfallmanagement ermittelt. Das prädikative Modell zeigt quartier- und strassengenaue Unterschiede in der Grüngutqualität auf sowie die Faktoren, die zur Fremdstoffbelastung beitragen. So werden Problemcontainer oder -quartiere erkannt.

Wenige Problemzonen verursachen Hauptanteil an Fremdstoffen
Dies ermöglicht die gezielte Umsetzung von Massnahmen, wie z. B. Sensibilisierungskampagnen, die Verkleinerung von Containern oder die kostenlose Abgabe bioabbaubarer Kompostiersäcke. Häufig verursachen wenige Problemzonen den Hauptanteil an Fremdstoffen. Die Eingrenzung von Massnahmen auf diese Bereiche reduziert den Personalaufwand sowie die Kosten und erhöht die Effektivität von Massnahmen.

Das Projekt wurde finanziell und beratend unterstützt von den Kantonen Bern, Luzern, Thurgau, Zürich, dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) sowie den Grüngutverwertungs-Organisationen KEWU AG, Axpo Biomasse AG und dem Hightech Zentrum Aargau.

Mehr Informationen zum Projekt inklusive Schlussbericht finden Sie auf der Webseite von Biomasse Suisse

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