Hightech Zentrum Aargau

Die aXpel composites AG ist spezialisiert auf die Verarbeitung von glasfaserverstärkten Kunststoffen zu technischen Formteilen für Kunden aus diversen Branchen. Das KMU aus Hottwil setzt auf eine hohe Innovationskraft, um der internationalen Konkurrenz die Stirn zu bieten.

Die aXpel composites AG ging aus dem früheren Familienunternehmen Wernli AG Kunststoffwerk hervor. Dieses hatte sich seit 1962 auf die Verarbeitung von Polyurethan und anderen Kunststoffen zu spezialisieren begonnen. Seit 2018 gehört die Firma zur aXpel group, die mehr als ein halbes Dutzend rechtlich selbstständiger Unternehmen umfasst, die alle eigenständig in unterschiedlichen Märkten agieren. Seit Mitte 2020 tritt das Aargauer KMU als aXpel composites AG auf.

Die aXpel composites AG offeriert eine vollständige Palette an Kompetenzen für die Entwicklung und Realisierung von Projekten im Bereich Faserverbundwerkstoffe, von der Idee bis zum fertigen Serienteil. Bei den hochwertigen Formteilen handelt es sich um Verschalungen, Gehäuse oder Fahrzeugteile. Die Kunden sind beispielsweise im Maschinen-, Fahrzeug- oder Anlagenbau zuhause, in der Medizinaltechnik oder im Elektroapparatebau.

«Wir müssen innovativ sein, klug und effizient arbeiten, nur so nutzen wir unsere Chancen in einem immer kompetitiveren Umfeld», betont Manfred Lang, der das Unternehmen seit 2010 als CEO führt. Als Folge der Corona-Pandemie wurden von Kunden gewisse Projekte gestoppt. Aktuell zählt aXpel composites 25 Beschäftigte und ist «gut unterwegs». Eine wichtige Rolle für die Entwicklung des KMU spielt das Hightech Zentrum Aargau (HTZ), dessen zentrale Mission die Unterstützung von Aargauer KMU bei Innovationsprojekten ist. In jüngerer Vergangenheit war HTZ-Technik- und Innovationsexperte Leendert den Haan in mehrere strategische Projekten involviert.

In einem grösseren Projekt wurde untersucht, wie sich ein bestehendes Wechselrahmensystem für die Scheiben von Schienenfahrzeugen weiterentwickeln liesse. Geprüft wurde der Ansatz, die Scheiben nicht mehr viskoelastisch mit dem Rahmen zu verkleben, sondern über eine Klemme im Rahmen zu halten. Davon versprach man sich im Reparaturfall letztlich eine substantielle Zeit- und Kosteneinsparung. Im Projekt war als Forschungspartner die Fachgruppe Faserverbundkunststoff des Departements Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen der ZHAW (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) beteiligt.

Made by aXpel composites:

Cockpit des Expresszugs EC250, Gehäuse eines Nierensteinzertrümmerers, Verschalung eines Elektrodreirads.

Know-how auch für andere Projekte

Der HTZ-Experte verfügt über Expertise im Schienenfahrzeugbau und konnte somit «auf Augenhöhe» mitdiskutieren. Seine Patentrecherche und umfassende Marktabklärungen zeigten, dass bereits ein entsprechendes Konkurrenzprodukt entwickelt war. «Diese Erkenntnisse waren für uns enorm wichtig», resümiert CEO Manfred Lang. Eine Fehlinvestition wurde vermieden, zudem gewann aXpel composites nützliches Know-how für andere, laufende Projekte, teilweise erneut mit dem HTZ. Dessen Experte übernahm zudem den Part als Sparring-Partner für das KMU im Prozess der Zertifizierung nach der Qualitätssicherungsnorm 9001.

Unternehmer Manfred Lang weist neben der

«hochprofessionellen und angenehmen Betreuung» auf einen weiteren Nutzeffekt des HTZ hin: «Ich kann die Fachvorträge im Rahmen der Praxiszirkel des Hightech Zentrums Aargau nur empfehlen.»